|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Tutorial - NetzwerkVerwendet werden hier Switche die VLAN Tauglich sind (Managed / Layer 3) und Glasfaser SFP+ mit 10GBit unterstützen. Diese Anleitung dient als Grundlage mit vielen Tipps und anhand dieser Informationen kann man sehr viel schneller die Details im Internet gezielter finden. GlasfaserkabelBei Glasfaserkabel gibt es unterschiedliche Standards, damit man es einfacher hat sollte man sich unbedingt auf einen einzigen festlegen. Zudem ist das Glasfaserkabel technisch bedingt einen Überspannungsschutz zwischen den Teilnehmern. So sollte z.B. zwischen 2 Gebäuden unbedingt ein Glasfaser verlegt sein um vor den Potentialunterschieden geschützt zu sein. Single-Mode (Empfehlung)
Multimode
Nicht kaufen:
Single-Mode oder MultimodeSingle-Mode hat gegenüber Multimode Vor- und Nachteile. Ich beschreibe hier die Verwendung von Multimode, damit habe ich bisher positive Erfahrung gemacht. Wichtig ist vor allem, dass man sich zu Anfang für eines von beiden entscheidet, damit man weniger unterschiedliches Material kaufen muss. Also entweder alles Multimode oder alles Singe-Mode. Die Kabel müssen dementsprechend die Spezifikation OSx für Single-Mode sein (gelb), Multimode Kabel OMx können für Single-Mode nicht verwendet werden, auch nicht wenn die Stecker (LC-LC) passen! Die Kabel werden mit kleinen PVC Kappen geliefert, so dass die eigentliche
Glasfaser geschützt ist und nicht staubig wird. Diesen Schutz darf
man nur unmittelbar vor dem Einstecken entfernen und muss man wieder ran
tun, wenn man das Kabel aus steckt. Daher diese kleinen PVC Stopfen alle
aufheben. Nur um Verwechslungen aus zu schließen, es geht hier nicht um das Glasfaser, das von einem Telecom Unternehmen in das Haus zum Router gelegt wird, sondern um das Kabel innerhalb vom Haus und im eigenen Netzwerk. DAC KabelDie DAC Kabel sind spezielle Kabel incl. Einsätze, die man direkt
in die Plätze der Switche einstecken kann. Bei DAC muss man jedoch
so einiges beachten, maximale Länge 2-3m, auch wenn längere
verkauft werden funktionieren die meist nicht gut. Auch haben DAC Kabel
keine galvanische Trennung. SFP+Im oberen Bereich habe ich hauptsächlich "SFP+" empfohlen.
Ich will jetzt nicht andere Standards wie "SFP", "SFP28",
"QSFP+", "QSPF28" und auch "QSPF56" usw.
unter den Tisch fallen lassen. Es gibt heutzutage bereits mehrfach Glasfaser
bis in die TB Geschwindigkeit. Um so höher die Geschwindigkeit um
so teurer sind die ganzen Komponenten. Schlussendlich möchte man
die Leistungsfähigkeit der Festplatten und Server voll ausnutzen
können und dabei sollte das Netzwerk selbst nicht das Nadelöhr
sein. Moderne SSD's können bereits 2,5GByte/Sec übertragen,
dazu wäre dann ein Netzwerk mit 28GBit nötig. Netzwerk StrukturSehr wichtig ist zu wissen was man für unterschiedliche Netzwerke haben möchte. Beispiel:
Und schon ist man bei 6 unterschiedlichen Netzwerken, ohne dass man so viele Extras drin hat. Jedes einzelne Netzwerk sollte nun miteinander nicht verbunden sein. Es wäre jetzt ein Riesen Aufwand überall hin 6x Netzwerkkabel zu ziehen und 6x Switche zu setzen, damit alles ja getrennt ist und die bösen Buben auf gar keinen Fall an die Daten kommen. Die Lösung: VLAN - Virtuelles LANWie funktioniert VLANJedes TCP/IP Paket erhält automatisch eine zusätzliche Kennung
zu welcher VLAN Gruppe es gehört. Eine VLAN Gruppe wird innerhalb
vom Switch so behandelt wie ein eigenständiges Netzwerk, es gibt
keine Verbindung von der einen VLAN Gruppe zur anderen. Man kann maximal
4095 VLAN's definieren. Bei einem Switch kann man z.B. bei Port 1 einstellen,
dass dieser Port zur VLAN Gruppe 10 gehört und bei Port 2 die VLAN
Gruppe 20. Wenn man nun bei Port 1 einen PC einsteckt, so merkt dieser
nichts davon, da der Switch automatisch diese Kennung dem TCP/IP Telegramm
hinzufügt/entfernt. Wenn man nun am Port 2 einen anderen PC einsteckt,
der nun zur VLAN Gruppe 20 gehört, so haben diese beide PC's keine
Verbindung, denn der Switch unterbindet die Kommunikation zwischen unterschiedlichen
VLAN Gruppen. Nun werden die Switche untereinander verbunden, damit die ganzen unterschiedlichen VLAN Gruppen durch ein einziges Kabel durch gehen dürfen, haben die Ports die Berechtigung für alle VLAN Gruppen. Somit kann man alle Netzwerke über ein einziges Kabel innerhalb der Switche verteilen. Man muss somit nur 1 Kabel (oder Glasfaser) zwischen 2 Switche verlegen und kann alle VLAN Netzwerke zum anderen Switch übertragen. Am einfachsten macht man es sich daher, wenn die Switch - Switch Verbindung prinzipiell immer für alle VLAN's zugelassen sind. Ein VLAN kann natürlich nicht jeder Switch. Die Standard Switche haben alle in der Regel nur die Fähigkeit für "Layer 2". Ein VLAN fähiger Switch ist mindestens ein "Layer 3" Switch, oder ein "Managed Switch". Man kann dennoch ein Layer 2 Switch im Netzwerk verwenden, dieser darf dann nur an einem Switch-Port hängen, der bereits mit einer einzelnen VLAN Gruppe (z.B. VLAN 10) parametriert ist. Die VLAN VorteilePer VLAN kann man sich somit ein virtuellen Netzwerkkabel von einem Port
eines Switches zu einem anderen Switch eineam anderen Port legen, ohne
dass man dazu ein extra Kabel legen muss. Wenn der Mann von der Telecom
das Kabel nicht in den Serverraum legen möchte, so kann man das Kabel
selbst virtuell durch ein VLAN zum Server-Raum verbinden ohne noch extra
Kabel legen zu müssen. SwitchBei den "Layer 3" fähigen Switches gibt es eine riesige Auswahl an Funktionen und Ausstattungen. Diese haben in der Regel ein Webinterface, mit der man diese konfigurieren kann. Nun es ist schon ziemlich aufwändig, wenn man einige Switche am laufen hat und jeder hat ein anderes Webinterface und da noch den Überblick zu behalten fällt einem schon sehr schwer. Besser ist es die Switche von nur einer Firma zu kaufen, die eine Software für die Verwaltung aller Switche mit liefert, dabei hat man schlussendlich einen Überblick über das gesamte Netzwerk. Das vereinfacht die ganze Konfiguration und man muss nur eine Software lernen. Daher habe ich mich in meinem Netzwerk für Ubiquiti Unifi Geräte entschieden. Diese sind vom Preis/Leistungsverhältnis im Mittelfeld und bieten gute Qualität. Die Qual der WahlNun geht es darum die richtige Switche aus der Unifi Produktpalette aus zu wählen. Diese Eckpunkte sollte man sich überlegen:
Modelle (Beispiel):
Für die SFP+ Buchsen werden zusätzliche Einsätze benötigt. Es gibt sie als Glasfaser (meist LC-LC) in unterschiedlichen Ausführungen oder als RJ45 für Kabel. Am besten ist es, dass man für alle vorhandenen SFP+ Plätze aller Switche bereits einen entsprechenden Einsatz kauft.
Unifi taugliche Einsätze gibt es auch von anderen Firmen. So lange man alle vom gleichen Typ kauft, Multimode (MM), 850nm, SFP+ (10 GBit) funktionieren die untereinander. WLANNun wird man im Haus ebenfalls WLAN benötigen. Hierzu bietet Ubiquiti Accespoints (AP) an, die sich sehr gut in das VLAN Netzwerk einbinden lassen. Wie oben beschrieben, möchte man mehrere VLAN Gruppen haben, so dass z.B. es ein Hausnetz und ein Gastnetz gibt und die IOT Geräte sollen ebenfalls ihr eigenes WLAN bekommen. Bei den Ubiquiti AP's kann man eine WLAN SSID einrichten und dabei unterschiedliche
Passworte vergeben. Je nach dem mit welchem Passwort man sich verbindet,
so verbindet man sich mit einer anderen VLAN Gruppe. Vom Switch zum AP muss man den Switch Port so konfigurieren, dass der Port zum AP in allen VLAN Gruppen drin ist, die per WLAN zugeordnet sind. Das WLAN vom Router sollte man deaktiviert lassen, da dieses WLAN vor der Firewall sitzt und man dadurch den Schutz der Firewall umgangen hätte. Dieses WLAN kann man natürlich aktivieren/nutzen so lange die Firewall und alles drum herum noch nicht fertig eingerichtet ist. KonfigurationNun gibt es die ganzen Switche und AP's von Ubiquiti, aber die haben alle kein Webinterface. Das ist erstmal für den Anfang nicht so einfach, jedoch arbeiten alle Switche als ganz "normale" Switche, ohne VLAN. Man kann zumindest schon mal das Netzwerk aufbauen und benutzen. Für die ganze Einrichtung des Netzwerks wird eine zusätzliche Software "Unifi OS Server" verwendet. Aber halt, Stopp! noch nicht installieren! Diese Software installiert man am besten auf der Synology Discstation in einer Virtuellen Maschine. Denn die Discstation läuft ohnehin rund um die Uhr und braucht Strom, daher macht es auch Sinn diesen Computer dazu mit zu verwenden. Wie man den "Unifi OS Server" auf einer Synology Discstation in einen virtuellen Computer installiert, dazu gibt es im Internet gute Schritt für Schritt Anleitungen, die alles genau beschreiben.
Die einzelnen Funktionen für die Unifi Konfiguration sind sehr gut im Internet beschrieben. Man muss kein Unifi Konto anlegen, man kann diesen Punkt überspringen und ohne Unifi Konto sein Heim Netzwerk erstellen. Beim allerersten aktivieren der Unifi Geräte werden vermutlich alle Geräte ein Firmware Update erhalten, das ganze kann eine weile dauern. Erst danach sollte man mit der Konfiguration beginnen und sich als erstes die VLAN Gruppen anlegen. WICHTIG! Wenn kein DHCP Server im Netzwerk ist, so haben alle Unifi Geräte immer nach dem Einschalten die TCP/IP Adresse 192.168.1.20, daher die Geräte nacheinander anstecken und einzeln erst konfigurieren. Backup: Regelmäßige Backups der Unifi Konfiguration ist sehr
wichtig. Sollte man den Unifi OS Server neu installieren (oder wo anders
installieren) so kann man mit dieser Backup Datei alles mit einem Import
wieder herstellen (auch ohne Unifi Konto). SSH KonfigurationAlle Unifi Geräte können über die Konsole erreicht werden, z.B. mit dem Tool "Putty" kann man sich per SSH mit einem Unifi Gerät verbinden.
Folgende Befehle können in der Konsole verwendet werden:
Wenn der Unifi OS Server das Gerät nicht automatisch findet, dann muss man mit dem SSH Befehl dies dem Gerät mitteilen. Es kann durchaus sein, dass man den Befehl "set-inform ..." mehrmals ausführen muss, da andere Dienste auf dem Gerät das immer wieder überschreiben. Jedoch wenn es einmal geklappt hat, dann ist es für immer gut. Mit dem Befehl "info" kann man dies überprüfen. Man kann natürlich für das Netzwerk ein "UDM Pro" kaufen, das ist ein Gerät mit dem Unifi OS drauf, dieses Gerät erkennt die Unifi Geräte immer zuverlässig. Jedoch benötigt dieses Gerät extra Strom und wenn man schon eine Discstation hat, dann macht es Sinn dies als VMM laufen zu lassen. Unifi im DockerEs gibt veraltete Anleitungen die eine Unifi Konfiguration in einem Docker
zeigen. Unifi wird diese Möglichkeit in nächster Zeit irgendwann
einmal einstellen und dann erhält man keine Updates mehr. Somit Docker
kann ich NICHT empfehlen. Planung vom NetzwerkHier ein Beispiel wie man das eigene Netzwerk plant, es muss zu Anfang nicht perfekt sein, jedoch sollten enige Eckpunkte so konfiguriert sein, dass es zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Zwischen den einzelnen Bereichen ist jeweils noch "Platz" damit man sich noch das Netzwerk relativ einfach erweitern kann. Man sollte auf die Bits der TCP/IP Adressen schauen, damit kann man einfach die Netzwerk Maske verkleinern um einen größeren Adressbereich zu erhalten. Wie man hier recht schnell sieht, hat der Server eine Verbindung zu 3 unterschiedlichen Netzwerken, daher sollte der Server der Einfachheit halber 3 Netzwerkschnittstellen verfügen. Oder man konfiguriert eine einzige Netzwerkschnittstelle mit einer Unterteilung in 3 VLAN's (VLAN's auf der DS zu erstelle empfehle ich nicht, das muss man mühsam von Hand in der Konsole machen). Die Firewall kann über alle Netzwerke verfügen und per Firewall
Regeln lässt man die jeweilige Verbindung zu. Damit kann z.B. das
Kamera Netzwerk einen DHCP über die Firewall erhalten. Planung der benötigten Geräte
USV - Unterbrechungsfreie StromversorgungDazu kann man sich nun Gedanken über eine USV machen, ob der Server an einer USV dran hängt, die Switche ebenfalls. Oben hatte ich beschrieben, dass die Switche ein externes Netzteil haben,
mit 54V Eingang (nicht alle haben dies!). Damit kann man relativ einfach
sich eine Akku Anlage (LiFePo4) auf Basis von 24V aufbauen, die Akkus
können per Ladegerät oder Solar immer voll gehalten werden und
mit DCDC Step-Up Wandler wird die Spannung auf 54V angehoben. Damit ist
das komplette Netzwerk mit USV ausgestattet. Das ganze Netzwerk benötigt doch einige Watt an Strom. Mit Solar,
Akkus und MPPT Laderegler lässt sich einiges an Geld sparen. Man hat bereits 50V Akkus?Beim Laden / Entladen haben diese Akkus einen Spannungsbereich zwischen 40V und 58V, diese Schwankungen kann man für einen 54V Switch so nicht gebrauchen, daher niemals einen Akku direckt als Stromquelle für einen Switch verwenden! Es gibt dazu eine einfache und pragmatische Lösung dennoch eine bestehende Akku Anlage auch für die Netzwerk Technik zu verwenden:
Der 24 V Akku wird so lange geladen, bis der 50V Akku leer ist, daher
hat man als Zeitraum für die Funktion der Netzwerks die Zeit der
Haupt Akkus + der Zeit des 24V Akkus. Da der 24V Akku somit auch immer
Nachts aus dem 50V Akku geladen wird ist die 24V Spannung immer konstant. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|